Die Räte in der Pfarreiengemeinschaft

Hintergrundinformationen

Pfarrgemeinderat und Pfarreienrat

Diese beiden Gremien sind die vom Bischof anerkannten Organe zur Koordinierung des Laienapostolates in der Pfarrgemeinde bzw. der Pfarreiengemeinschaft. Zum Laienapostolat heißt es im 2. Vatikanischen Konzil, Kirchenkonstitution, Nr. 33; Laiendekret, Nr.3): „Der Apostolat der Laien ist Teilnahme an der Heilssendung der Kirche selbst. Zu diesem Apostolat werden alle vom Herrn selbst durch Taufe und Firmung bestellt.“

In der Vielfalt des Glaubenszeugnisses sind die pastoralen Gremien die Orte, in denen gemeinsam mit dem Pfarrer und den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum einen die pastoralen Fragen beraten, die vielfältigen Dienste in Liturgie, Verkündigung und Diakonie koordiniert und vernetzt werden, sowie zum anderen nach den Herausforderungen und Aufgaben in Gesellschaft und Politik gefragt wird.

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Der Kirchengemeinderat

Der Kirchengemeinderat ist eine Kammer der bisher getrennten Gremien Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat. Dieser Kirchengemeinderat ist dann sowohl für die pastoralen Angelegenheiten wie für die Verwaltungs- und Finanzfragen zuständig.

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Der Kirchengemeindeverband

Zur verbindlichen Kooperation in einer Pfarreiengemeinschaft wurde nach dem Strukturplan 2020 in jeder Pfarreiengemeinschaft ein Kirchengemeindeverband gebildet. Diese Einrichtung war bereits im geltenden Kirchenvermögensverwaltungsgesetz (KVVG) als Möglichkeit vorgesehen;
es handelt sich dabei um den Zusammenschluss von weiterhin rechtlich eigenständigen Kirchengemeinden (§ 1) zwecks Wahrnehmung gemeinsamer Aufgaben (§ 2).

Die Verbandsvertretung

Das handelnde Organ des Kirchengemeindeverbandes ist die Verbandsvertretung (§ 3 Abs. 1). Sie besteht aus dem vom Bischof ernannten Vorsitzenden (einem im Kirchengemeindeverband tätigen Pfarrer (§ 4 Abs. 5)) und den Mitgliedern, die die Verwaltungsräte und Kirchengemeinderäte der angeschlossenen Kirchengemeinden nach einem bestimmten Schlüssel gewählt haben (§ 4 Abs. 2+4).

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Der Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat verwaltet das kirchliche Vermögen in der Kirchengemeinde. Er vertritt die Kirchengemeinde und das Vermögen. Seine Aufgaben sind in einer Ordnung festgelegt. Der Verwaltungsrat besteht aus dem Pfarrer oder dem vom Bischöfl. Generalvikar mit der Leitung der Vermögensverwaltung der Kirchengemeinde Beauftragten als Vorsitzendem und den vom Pfarrgemeinderat entsprechend der Gemeindegröße gewählten Mitgliedern. Die Amtszeit eines Mitgliedes beträgt acht Jahre.