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Alle Jahre wieder!
und doch nichts so, wie immer

Wir feiern Advent und gehen auf Weihnachten zu. In diesem Jahr können wir es nicht auf die äußeren Dinge schieben, dass die Adventszeit für uns zu hektisch sei und überfüllt mit Terminen… Die Corona Pandemie hat ihre eigenen Gesetzte.
Wir werden nicht mit jedem Verein und unseren Arbeitskollegen ausgelassene Weihnachtsfeiern in großer Runde begehen und dass schon vor dem Fest. Es wird keine Weihnachtsmärke geben, wo wir kleine Geschenke besorgen, Glühwein und feine Leckereien genießen. Vieles wird anders sein, weil es nicht oder anders stattfindet. Ob es uns fehlen wird? Vielleicht nicht. Möglicherweise werden wir deutlicher erleben, was an Weihnachten für uns wichtig ist, und sehen, wer für uns wichtig ist.

Im Zugehen auf Weihnachten wandern meine Gedanken oft ins Heilige Land. Im Oktober 2019 hatte ich die Freude, das erste Mal dorthin zu reisen und viele biblische Orte erleben zu können. Der Ort Betlehem führte mir die Einfachheit des Weihnachtsgeschehen vor Augen und ließ es mich mit dem Herzen verstehen. Versetzten wir uns in das Geschehen vor 2000 Jahren. Ein Mann mit seiner schwangeren Frau geht von Tür zu Tür, aber keiner will ihnen Unterkunft geben, bis jemand wenigstens den gut gemeinten Rat gibt, in den Höhlen der Schafhirten vor dem Ort nach einem Lager für die Übernachtung zu suchen. Und dort, in der einfachsten Behausung geschieht das Wunder der Geburt des Messias, der sich selbst als ein guter Hirte zu den Menschen gesandt wusste.
Schafhirten; Menschen ohne gesellschaftliches Ansehen, Tagelöhner und einfache Gesellen – sie werden als erstes eingeladen, das Kind in der Krippe zu besuchen. Ihnen werden die Worte gesagt: „Euch ist heute der Heiland geboren“. Darin wird mir deutlich, dass Gott so oft unscheinbare Wege wählt, um die Welt zu besuchen und Menschen zu erreichen. Auch wenn wir gerade eine turbulente Zeit mit vielen Einschränkungen erleben und wir die vielen Vorschriften unerträglich empfinden… es ist unsere Zeit, ein Stück unserer einmaligen Lebenszeit und darum ist es die Zeit in der wir Gottes Spuren finden können. „In unsere Zeit hinein ist heute der Heiland geboren“. Diese frohe Botschaft gilt uns und das ist ein Grund zur Freude und der Grund schlechthin, um Weihachten zu Feiern.

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen durch die Zeit!
Im Namen des Seelsorgeteams Pfr. Mario Kaufmann